Kurzbeschreibung der Methode: 
An einem zentralen Ort auf dem Friedhof – bewusst nicht direkt bei den Gräbern – richten wir mit Stühlen, Tischen sowie Kaffee und Kuchen einen offenen Treffpunkt ein. In dieser temporären Café-Atmosphäre entsteht Raum für Gespräche, gemeinsames Verweilen und neue Kontakte. Der Friedhof wird dabei als Ort des Andenkens respektiert und zugleich als sozialer Raum erfahrbar gemacht, der Begegnung, Austausch und Gemeinschaft ermöglicht.
Ablauf: 
Zu Beginn wählen die Organisierenden einen geeigneten, zentralen Ort auf dem Friedhof, der Abstand zu den Gräbern wahrt und gut zugänglich ist. Dort werden Tische und Stühle aufgestellt und Kaffee sowie Kuchen vorbereitet. Das Café ist zeitlich begrenzt und offen gestaltet, ohne Anmeldung oder Konsumzwang, vielleicht nur gegen Spende für Essen und Getränke. Vorbeikommende Besucher*innen werden freundlich eingeladen, Platz zu nehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Organisierenden begleiten die Begegnungen, kommen bei Bedarf ins Gespräch und achten auf eine respektvolle Atmosphäre. Durch das gemeinsame Verweilen entsteht ein niederschwelliger Raum für Austausch, Erinnerungen und neue Kontakte. Der Friedhof wird so temporär als Ort der Begegnung und des Miteinanders erlebt.
Chancen: 
Die Methode bietet die Chance, Menschen niedrigschwellig und zufällig zu erreichen, die sonst keine Angebote der Gemeinwesenarbeit nutzen. Unterschiedliche Altersgruppen und Kulturen kommen ins Gespräch. Zudem entstehen neue Kooperationen, etwa mit dem Hospizverein und Ehrenamtlichen, wodurch das Café nachhaltig weiterentwickelt und gemeinsam getragen werden kann
Mögliche Probleme: 
Mögliche Probleme sind kritische Reaktionen auf die Nutzung des Friedhofs als Ort der Begegnung, da der respektvolle Umgang mit dem Andenken stets gewahrt bleiben muss. Zudem erfordert die Methode einen höheren organisatorischen Aufwand, etwa für Transport, Aufbau und mögliche Lagermöglichkeiten für Material vor Ort.
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Stadtteilkultur
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe: 
Alle Anwohner*innen
Ältere Bewohner*innen (ab 60)
Dauer: 
Durchführung 2 Stunden, Vor- und Nachbereitung je1
Frequenz der Beteiligung: 
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 20
Autor: 
Hilke Meyer